HP SAS Expander Firmware Update

326 / 2016 [22.11.2016] von hilmi

„HP 24-Bay 6G SAS Expander“ bieten eine sehr preiswerte Möglichkeit mit einem SAS-Controller Kanal bis zu 24 Laufwerke anzubinden.

HP SAS Expander

Je nach installierter Firmware kann es jedoch Kompatibilitätsprobleme geben – der Expander wird nicht erkannt, oder es wird nur 1,5G (SATA) bzw. 3G (SAS) ausgehandelt.
Zum Glück gibt es ein Firmware-Update, das diese Probleme (in der Regel) behebt.

Offiziell benötigt man für das Update der Firmware einen Proliant Server oder wenigstens einen HP Smart Array Controller XXXi.
Inoffiziell lässt es sich aber auch mit einem beliebigen SAS HBA und einer Linux Live CD ziemlich schnell und schmerzlos erledigen, die diversen Anleitungen im Netz sind allerdings mittlerweile veraltet bzw. unvollständig.

Basis dieser Anleitung ist diese hier.

Voraussetzungen:
– Ein SAS HBA mit SFF-8087 Ausgang und IT-Firmware. RAID Adapter sind ungeeignet, da diese den Expander vor dem OS verbergen. Ich habe einen auf LSI IT-Firmware umgeflashten IBM BR10i verwendet.
– Ein Verbindungskabel mit SFF-8087 auf beiden Seiten. Braucht man für den Betrieb des Expanders sowieso.
– Eine Linux-Installation oder Live-CD/USB, z.B. Ubuntu. Am einfachsten ist es mit der i386 Version.

Ich habe mit Rufus ein i386 Ubuntu auf einen USB-Stick gepackt – davon läuft es deutlich schneller, als von Polycarbonatscheiben.

Step by Step:
1. HBA und Expander verbinden und das System mit Ubuntu starten
2. Mit Strg+Alt+T die Konsole öffnen
3. sudo apt install lsscsi ausführen (installiert lsscsi)
4. lsscsi -g ausführen, die Ausgabe sollte ungefähr so aussehen:

enclosu HP HP SAS EXP Card 2.06 – /dev/sg1

5. /dev/sg1 notieren

6. sg3_utils runterladen und installieren. Via Curl nach der oben verlinkten Anleitung klappte das bei mir nicht, daher habe ich den Firefox bemüht. sg3-utils_1.39-0.1_i386.deb und libsgutils2-2_1.39-0.1_i386.deb
Die Installation erfolgt einfach via Doppelklick auf die jeweilige .deb im Dateimanager und „Installieren“ in „Ubuntu Software“.

7. Die Firmware herunterladen. Auch das klappte nicht mit dem Link aus der o.g. Anleitung, wahrscheinlich weil HP den Server umstrukturiert hat. Via Google fand ich diesen Download bei HP. Die .scexe in den Home-Ordner kopieren.

8. (eine Zeile)

mkdir tmp && chmod +x CP022989.scexe && ./CP022989.scexe –unpack=tmp && mv tmp/PUF21000.bin . && rm -r tmp/

ausführen, im Home Ordner sollte nun die PUF21000.bin liegen

9. (eine Zeile)

sudo sg_write_buffer –mode=dmc_offs_defer –bpw=4096 –in=PUF21000.bin /dev/sg1

ausführen, das sollte ein paar Sekunden dauern, es gibt keine Statusausgabe.

10.

sudo sg_write_buffer –mode=activate_mc /dev/sg1

ausführen, das geht sehr schnell und gibt ebenfalls keinen Status aus.

11. lsscsi wird sehr wahrscheinlich weiterhin die alte Firmwareversion anzeigen, nach einem Shutdown (wichtig, kein Warmstart/Reboot!) sollte es aber die 2.10 anzeigen.

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Stadt Köln zwingt Radfahrer auf bekannt unsicheren Radweg

119 / 2016 [29.04.2016] von hilmi

Am 27.10.2015 beschloss der Verkehrsausschuss des Kölner Stadtrats einstimmig, dass man nun endlich mal beginnen wolle, was man bereits 2011 angekündigt hatte: die seit 1997 geltende bundesweite Rechtslage in Sachen Radwegbenutzungspflicht umzusetzen.
Nach anfänglichem Jubel meinerseits kam allerdings relativ schnell die Ernüchterung: es gab ein paar punktuelle Verbesserungen, aber insgesamt tut man sich bei der Stadt offenbar sehr sehr schwer mit der Umsetzung.

Ein Beispiel dafür ist diese Geschichte, die deutlich vor dem 27.10.2015 begann:

Am 9.4.2013 ereignete sich ein tödlicher Abbiegeunfall an der Ecke Oskar-Jäger-Straße / Vogelsanger Straße, bei dem die 29-jährige Kerstin Hartmann ums Leben kam.

Die Stadt hob daraufhin die Benutzungspflicht des dortigen Radweges auf dem kurzen Teilstück zwischen Lichtstraße und Vogelsanger Straße auf, und ersetzte das VZ237 an der Ecke Lichtstrasse durch ein Hinweisschild „Benutzungspflicht hier aufgehoben, Radverkehr auf der Fahrbahn ist zulässig“ (leider habe ich es damals versäumt das fotografisch zu dokumentieren). Der KSTA erwähnt dies am 29.4.2014, die Aufhebung erfolgte laut meinem Gedächtnis wesentlich früher.

Das war aber offenbar nur eine opportunistische Alibi-Aktion (seht her, wir tun doch was!), denn ungefähr ein Jahr später, im Herbst 2015, wurde die Benutzungspflicht dort einfach wieder angeordnet:
VZ237 Lichtstraße

Zu meiner Einschätzung als Alibi-Aktion trägt außerdem bei, dass auch dieser „Plan“ zu Verbesserung der Situation bisher nicht umgesetzt wurde:

Auf dem Abschnitt zwischen Vogelsanger Straße und Widdersdorfer Straße sollen Radwege künftig auf der Fahrbahn markiert werden. Dadurch sind Radfahrer besser sichtbar für Autofahrer. Nach Expertenmeinung ist das sicherer als ein Radweg, der von einer Reihe geparkter Autos verdeckt wird.

[Zitat ksta]

Stattdessen wurde 2015 im Rahmen einer Fahrbahnerneuerung auf eben diesem Abschnitt der (einseitige!) benutzungspflichtige Radweg teilweise erneuert, und kurz darauf die Benutzungspflicht zwischen Lichtstrasse und Vogelsanger erneut angeordnet! [Update:] An der Unfallstelle gab es lediglich eine marginale Verbesserung: an der Grundstückseinfahrt, wo der Radweg früher endete, wird er nun deutlich markiert auf die Fahrbahn geführt.

Die für die Benutzungspflicht notwendige qualifizierte Gefahrenlage ist hier für mich nicht erkennbar, und auch für die Stadt Köln offensichtlich nur für eine der Fahrtrichtungen existent, obwohl die Fahrbahn in beiden Richtungen gleich breit ist: Richtung Süden darf der Radverkehr die sicherere Fahrbahn benutzen, der im weiteren Verlauf existierende „andere Radweg“ ist mindestens bis zum Melatengürtel nicht benutzungspflichtig.

Ich habe vor die zuständigen Stellen bei der Stadt Köln nach den Gründen für diesen Sinneswandel zu fragen, und werde hier berichten.

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Windows 10: Warnung vor DoNotSpy10 Tool

225 / 2015 [14.08.2015] von hilmi

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass ausgerechnet ein Tool, das die Privatsphäre unter Windows 10 besser schützen soll, es mit dem Datenschutz nicht so genau nimmt:
Der Installer der Software enthält eine Komponente namens „OpenCandy“, die bei der Installation (angeblich anonymisierte) Daten über das System an „OpenCandy“ übermittelt, um dann die Installation zusätzlicher Software vorzuschlagen. Das ist an sich schon bedenklich, muss der Anwender hier doch ganz genau so darauf vertrauen, dass da wirklich keine persönlichen Daten übermittelt werden.

Noch viel schlimmer sind dann allerdings die Vorschläge von „OpenCandy“, denn das ist (nach einigen Testinstallationen auf unterschiedlichen Systemen) durch die Bank völlig nutzlose und datenschutztechnisch höchst bedenkliche Suchtools und/oder Adware.
Zwar heisst es im EULA

You are NEVER required to install any recommended third party software, and you will not be required to install any third party software as a condition to install the Software. We will never install any third party software without your express consent. Recommended third party software is also subject to its own separate license agreement(s).

aber man braucht zwei Klicks pro Vorschlag (i.d.R. zwei Stück), um die Installation des Schrotts zu verhindern – wer da einfach nur „Weiter“ klickt, handelt sich also unerwünschte Software ein.
DoNotSpy Installer
DoNotSpy Installer

Eine solche Praxis darf meines Erachtens nicht unterstützt werden, ich rate daher vom Einsatz dieses Tools ab.
Danke an Patrick für den sachdienlichen Hinweis.

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Windows 10 – keine Angst vor dem Inplace-Upgrade

212 / 2015 [01.08.2015] von hilmi

Update: auch wenn das Folgende sehr positiv klingt, rate ich momentan noch vom Upgrade ab, da es mit Windows 10 erhebliche Probleme mit dem Datenschutz gibt.

Lange Jahre hiess es unter Experten und Kollegen „Inplace-Upgrade von Windows? Besser nicht, denn das Risiko Probleme der alten Windows-Version mitzuschleppen ist zu hoch.“

Dass eine zweistellige Zahl von XP-nach-Vista-Upgrades bei meinen Kunden allerdings völlig glatt verlief, verbuchte ich noch unter „Puh, Glück gehabt“.
Als dann die erste dieser Installationen auch unter 7 noch völlig problemlos funktionierte, kamen mir dann die ersten Zweifel an dieser Empfehlung.

Nichtsdestoweniger hatte ich große Hemmungen ein Inplace-Upgrade zu wagen, als meine in die Tage gekommene Windows 7 Installation (übrigens beim Wechsel von XP wie von Kollegen und Co empfohlen schön frisch aufgesetzt) keine neuen USB-Geräte mehr installieren wollte. Als dieses Inplace-Upgrade alle Probleme der vorherigen Version löste, wankte die Grundlage dieser komischen Empfehlung schon gewaltig.

Tja, und was soll ich sagen, auch heute hat ein solches, total problembehaftetes, eher nicht empfehlenswertes Inplace-Upgrade das „Leben“ einer Windows-Installation gerettet: ich hatte ein 8.1 durch böses Rumpfuschen in Systemordnern ziemlich vergnaddelt, und konnte als Folge keine New-UI-Apps mehr installieren. Windows-Update lief aber noch, und der Trick das Windows 10 Upgrade mit wuauclt.exe /updatenow zu erzwingen funktionierte nach einigen Neustarts wegen fehlenden 8.1 Updates einwandfrei. 15 Minuten Download und 20 Minuten Upgrade später konnte ich auf dem System wieder Apps installieren.

Kann man von diesen anekdotischen „Beweisen“ verallgemeinern? Sicher nicht. Aber Microsoft hat erheblich stichfestere Daten, und würde Windows 10 garantiert nicht via Windows-Update ausrollen, wenn das nicht in der weit überwiegenden Anzahl der Fälle völlig problemlos vonstatten ginge.

Sollte man also nun auf Teufel komm raus sofort aktualisieren?
Nein. Denn es gibt auch im Jahre 10 nach Einführung von NT6 Software, die sich nicht an die „neuen“ Standards und Anforderungen hält, und daher inkompatibel ist.
Außerdem ist Windows 10 noch lange nicht fertig, bzw. wird es nach Definition eh nie werden – „Windows as a service“.
Es ist aber auf jeden Fall einen Versuch wert, wenn das aktuelle System nicht rund läuft. Ein Backup in Form eines Image der Systempartition sorgt dafür, dass man auch wieder zurück kann, wenn das Upgrade die Probleme nicht löst oder neue generiert.

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Lenovo Bloatware

194 / 2015 [14.07.2015] von hilmi

Kürzlich durfte ich für einen Kunden einen neuen Lenovo Laptop einrichten, und war ein wenig schockiert, wie viele der vorinstallierten Programme ich deinstallieren musste, um von diversen Tool-Meldungen verschont zu bleiben und das Potential des Systems (immerhin ein i5 mit 8GB RAM und Windows 8.1) wieder erahnen zu können.
Normalerweise mache ich deswegen auch gerade bei Lenovo, aber auch bei Medion (wenn der Kunde wieder Beratungsresistent war) lieber gleich eine frische Neuinstallation – das kostet ungefähr die gleiche Zeit. In diesem Fall war ich aber einfach mal neugierig, wie viel Schrott der Hersteller dem Anwender zumutet.
Dell halt sich da übrigens mittlerweile vergleichsweise stark zurück – da sind es höchstens 5 Anwendungen, die ich deinstallieren bzw. durch weniger nervige Varianten ersetzen muss.

Hier die Liste der Programme, die ich in diesem Fall deinstalliert habe:
1. Lenovo Photomanager
2. Absolute Reminder
3. Hightail for Lenovo
4. Lenovo Browser Guard
5. Lenovo Experience Improvement (sendet Nutzungsdaten an Lenovo!)
6. Lenovo Fusion Engine
7. Lenovo Mobile Phone Wireless Import
8. Lenovo Onekey Recovery
9. Lenovo Password Manager
10. Lenovo Security Suite
11. Lenovo Share-It
12. Lenovo Solution Center
13. Lenovo Phone Companion
14. Lenovo Updates
15. Lenovo USB Blocker
16. Lenovo Veriface Pro
17. Maxthon Cloud Browser
18. McAffee LiveSafe Internet Security*
19. Nitro Pro
20. Start Menu

* Von McAffee halte ich wegen vieler Problemberichte von Kunden schon ziemlich wenig, und von Einsatz einer „Internet-Security“-Suite mit eigener Firewall rate ich grundsätzlich ab. Die in Windows eingebaute Firewall macht den Job nicht nur viel effizienter, sie fügt dem System aber auch im Gegensatz zu den IS-Suiten keinen zusätzlichen Code hinzu, durch den Netzwerkpakete müssen. Simple Faustformel: mehr Code = mehr potentielle Fehler.

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Lego LCD-Wordclock 20×4

45 / 2015 [15.02.2015] von hilmi

Die 4×20-Version ist fertig, und kann die Zeit auch minutengenau anzeigen:
20x4

Außerdem sind zwei weitere Varianten der 2×16-Version entstanden. Mit optimierter Programmierung, Zeit und Datum werden nun nicht mehr linksbündig angezeigt, sondern versetzt.
16x2

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Lego LCD-Wordclock Varianten

31 / 2015 [01.02.2015] von hilmi

Motiviert durch die enorme Resonanz aus dem Freundes- und Bekanntenkreis habe ich ebay und aliexpress nach weiteren Displayfarben abgegrast, und die ersten Lieferungen sind vorgestern eingetroffen:
Wordclocks

Wordclocks

Wordclocks

Wordclocks

Displays mit oranger und roter Schriftfarbe sind noch im Zulauf. 😉

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Projekt: Vinyl Neopixel Clock

1 / 2015 [02.01.2015] von hilmi

Ein weiteres „Nebenprodukt“ meiner neu erworbenen Begeisterung für Mikrocontroller ist dieses Projekt:

Vinyl Neopixel Clock from Hilmar Steinhauer on Vimeo.

Momentan wird der Pixelring noch von einem Arduino Mega 2560 gefüttert, sobald die bestellten Nanos eingetroffen sind, wird der Bauprozess und der Quellcode hier veröffentlicht.

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Projekt: Lego LCD-Wordclock

355 / 2014 [22.12.2014] von hilmi

Dieses Projekt ist ein klassisches „Vom Hölzchen auf’s Stöckchen“-Projekt: das Hölzchen war eine Anfrage des bestens Papas der Welt, ob ich ihm nicht bei einem seiner Projekte helfen wolle, für das der Einsatz eines Arduinos angebracht ist, und über das hier zu gegebener Zeit noch berichtet wird.
„Arduino“, dachte der Hilmi, „da war doch was!“, und erinnerte sich daran, dass er vor Jahren mal bei Conrad im Schlussverkauf einen Schwung Ping Pong-Spiele ergattert hatte, die auf einem Atmega basieren, und sich mit wenig Aufwand zu einer Wordclock umfunktionieren lassen sollten. So war auch der Plan, damals, und dann kam natürlich irgendwas dazwischen, und sie wurden (fast) vergessen. Den Rest des Eintrags lesen »

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Update: Vinyl-Hülle für den E-Reader

350 / 2014 [17.12.2014] von hilmi

So, nach ein paar Wochen Nutzung und Feedback aus diversen Richtungen ein kleines Update:
– Schutzfunktion ist 100% gegeben, mit einer winzigen Einschränkung (siehe unten)
– Die Maße des Dummys sind extrem wichtig, lieber einen Millimeter zu groß als zu klein
Kleinserie

Verbesserungen:
– sitzt etwas lockerer
– Das Loch im Label mit 2K-Epoxy gefüllt (ja, im Bild noch nicht ;-)), um Schäden am Display durch spitze Objekte in der Tasche zu vermeiden
Wäre zwar auch durch Achtsamkeit erreichbar (Reader einfach mit der Rückseite zum Label reinstecken), aber so ist es Fool-proof. 😉

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