Traditionell ist mein einziger karnevalesquer Beitrag dieserwelcher:
Leider hat es in l’Escalles an der französischen Kanalküste am WE gefühlte Minus 5 Grad, sonst wäre ich morgen mit dem Campingbus auf dem Weg dorthin. Nun gilt es sich am WE entweder einzugraben, oder geschickt um das Massenbekölschnis herumzulavieren.
(Endlich) mal wieder ein Veranstaltungstipp: vom 21. bis 23. Februar findet das Ambientfestival “Zivilisation der Liebe” statt, und zwar in der Basilika St. Aposteln, direkt am Kölner Neumarkt.
Letztes Jahr war ich zum ersten Mal dort, und war sehr beeindruckt - anfangs primär von den sehr schönen Lichtinstallationen von Bruno Tait, später dann auch von der Musik.
Habe gestern mit der BBFDW (besten besten Freundin der Welt) nochmal die 3. Staffel im Originol zuendegeguckt, und dabei fragten wir uns, warum LOST hierzulande eher mau läuft. Gerade eben nochmal in die deutsche Version reingeschaut, und siehe da, die Antwort ist simpel und symptomatisch für viele Importe: dank der grottenschlechten Synchronisation sind die Charaktere auf Deutsch einfach nicht glaubwürdig.
Wer bitte hatte denn bei Sat1 die Schnapsidee, dass eine Quasi-1:1-Kopie der britischen Comedy-Serie “The IT Crowd” in DE funktionieren kann?
Und wie hat man Sky Dumont dazu gebracht das Ganze auch noch als “lustiger als das Original” zu bezeichnen?
Mutig ist es ja schon, das muss man ihnen lassen, den ziemlich schrägen und von Stereotypen nur so strotzenden Humor der Serie in Deutschland an den Konsumenten bringen zu wollen.
Dummerweise bringt die Sat1-Version den Witz des Originals absolut nicht rüber, was gerade bei so speziellem Humor auch wenig verwundert - ich stehe ja schon auf sehr schrägen Humor, aber nachdem ich die erste Folge des Originals gesehen hatte, habe ich erstmal gezögert, ob ich mir Folge 2 auch noch antue. Tat ich, und fand irgendwie hinein.
Wie soll etwas lustiger als das Original sein, wenn es a) eine 1:1-Kopie ist, und b) die deutschen Schauspieler die im Original vielfach vorhandene Situationskomik nichtmal ansatzweise glaubwürdig rüberbringen?
Nachtrag 11.01.: Markus Baumer hat einen 1:1 Vergleich zusammengestellt:
Den digitalen Big Brother-Fake, der hier knapp 3 Wochen den unteren Bildrand bevölkerte habe ich soeben wieder deaktiviert.
Einerseits, weil sowas eh nur eine begrenzte Aufmerksamkeitsreichweite hat, andererseit aber auch, weil ich Alexanders Kritik an der Sache durchaus nachvollziehen kann.
Die Frage, ob diese Methode, Aufmerksamkeit für die gute Sache dahinter zu bekommen, funktioniert, oder ob sie aufgrund des grundsätzlichen Nervfaktors von Zwangsberieselung das Gegenteil bewirkt, dürfte wohl kaum eindeutig beantwortbar sein.
Ich habe wohl ein Faible für eher unkonventionelle Arten auf Mißstände hinzuweisen, und mich erreicht sowas unter Umständen eher als der x-hunderste ernsthafte Artikel zum Thema.
Ich fand das Schäuble-Plugin gut, eben weil es penetrant nervt. So wie Schäubles Politik es tut.